Hürden im Alltag

Franzi 3. August 2010

Den Alltag als Senior zu meistern, ist nicht immer einfach. Es gibt eine Menge an Vorrichtungen, die das Leben eines älteren Menschen auf den ersten Blick zwar erleichtern, aber bei genauerem Hinsehen fallen einem die Stolperkanten auf.

Es ist sicherlich von den öffentlichen und privaten Beförderungsdiensten wie Bus und Taxi gut gemeint, wenn sie extra Sitzplätze für Senioren bzw. Gehbehinderte einrichten oder ihre Taxen als altengerecht kennzeichnen. Nur was nützen diese besonderen Vorzüge, wenn die Sitzplätze so eng bemessen sind, dass ein Mensch mit Gehhilfen keinen Platz hat, der Platz auf einem erhöhten Podest ist, den auch ein junger Mensch nur schwer erklimmen kann oder das altengerechte Taxi, so niedrig ist, dass man kaum alleine aussteigen kann? Eine ganz andere, aber nicht minder wichtige Hürde gibt es bei vielen Ärzten und medizinischen Dienstleistern, deren Praxen sich in Altbauten, meist in den oberen Etagen, befinden. Der Fahrstuhl, der im Treppenhaus vorhanden ist, ist oft so eng, dass ein Rollstuhl oder ein Rollator gerade Platz findet und eine Begleitperson die Treppen steigen muss. Und wenn dann der Fahrstuhl auf halber Treppe hält und man entweder diese halbe Treppe hoch oder runter gehen muss, um an das Ziel zu kommen, ist die Hürde besonders groß. Natürlich könnte man um Hilfe bitten, wenn gerade jemand in Nähe ist, der helfen kann, aber ist dann nicht der Sinn eines solchen Sitzplatzes, eines Taxis oder gar des Fahrstuhls verfehlt, oder wurde einfach nicht richtig überlegt. Vielleicht sollte man sich während der Planung einfach mal in den Senioren hinein versetzen und mit dessen Augen schauen oder diese zu rate ziehen um wirkliche Erleichterungen im Alltag zu finden?

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